Der Begriff der Literaturverlage oder auch des Buchverlags bezeichnet die häufigste Verlagsform überhaupt, wobei diese ein breites Aufgabenspektrum abdecken. Dies gilt auch dann, wenn die meisten Literaturverlage heute nicht mehr ausschließlich mit Literatur in Form von Büchern handeln, sondern über eine sehr breit gefächerte Angebotspalette verfügen. So bieten die meisten Verlagshäuser neben Büchern oftmals auch Zeitschriften sowie CDs und Hörbücher DVDs, Kalender, diverse Online-Produkte und häufig auch Karten bzw. Postkarten an. Zudem werden die meisten Literaturverlage, wie zum Beispiel der Literaturverlag Nina Roiter,  nach wie vor in der Form mittelständischer Unternehmen geführt, allerdings zeigt der Markt eine sehr deutliche Tendenz zur Bildung von Verlagsgruppen. Zudem sehen sich die meisten Verlage als Bindeglied zwischen Autoren und Literaturagenten, sowie dem Buchhandel. 

Verlage als Partner von Autoren und Buchhändlern  

Wie bereits erwähnt, betrachten sich die meisten Verlage als Bindeglied zwischen Literaturagenturen, Buchhändlern und Autoren, wobei ihnen dabei hin und wieder ein regelrechter Spagat gelingen muss, um allen Ansprüchen und Anspruchsgruppen gerecht werden zu können. Dies gilt auch dann, wenn es sich um Selbstverlage handelt, bei denen die meisten Kosten der Buchveröffentlichung vom Autor selbst getragen werden müssen. Hier ist es für den betreffenden Buchverlag oftmals noch viel wichtiger, den Ansprüchen der meist sehr anspruchsvollen Klientel gerecht zu werden, um den Autor im Haus und damit im Kundenstamm zu behalten.  

Verlage und deren Messetätigkeiten  

Buchverlage, die gleichzeitig als Selbstverlage tätig sind, müssen zudem einen hohen Anteil an Eigenwerbung durchführen, damit sie für Autoren und Literaturagenten als Partner interessant und für den Buchhandel als Lieferant attraktiv sind. Eine gute Möglichkeit dazu, sehen viele Unternehmen der Verlagsbranche in einer regen Messetätigkeit, wobei hier vor allem an die Leipziger und Frankfurter Buchmessen erinnert werden soll. Beide Veranstaltungen sind auch gute Möglichkeiten für Autoren, auf sich und ihre Werke hinzuweisen und Kontakte zu Verlagen zu knüpfen.   

Verlage im Internet

Darüber hinaus entdecken immer mehr Verlage, vor allem aber direkte Buchverlage, das Internet als Medium für ihre (Werbe-)Tätigkeit, und das ist eigentlich auch gut so. Schließlich kommt diese Art der Werbung doch auch dem geneigten Leser zu Gute, da viele Bücherfans natürlich auch Fans von eBooks sind und gleichzeitig begeisterte Internetnutzer. Hier liegt es für einen Verlag durchaus nahe, diesen Trend zu nutzen und Bücher im Direktverkauf in einem eigenen Onlineshop oder mit Hilfe von Partnerprogrammen online zu vermarkten. Gerade die letzte Variante kann daher auch der Buchhandel nutzen, um seinerseits aktiv zu werden und Onlinekäufe im eigenen Shop oder weiterführenden Partnerprogrammen zu unterstützen.   

Bücher direkt beim Verlag kaufen  

Stammleser eines bestimmten Verlages oder auch eines bestimmten Autors haben zudem die Möglichkeit, Werke direkt vorzubestellen und sich diese dann direkt ins Haus oder in ihre gewohnte Buchhandlung schicken zu lassen, damit diese dann über den Eingang informiert und zur Abholung auffordert. Auf diese Weise erhalten Verlage von Anfang an Planungssicherheiten über ihre möglichen Umsätze und der betreffende Autor kann seine Gewinnspanne kalkulieren, was vor allem dann wichtig ist, wenn Bücher im Selbstverlag veröffentlicht werden. Der Leser hat zudem die Chance, sein Buch druckfrisch in den Händen zu halten, ohne lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen.

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